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Sonntagsspaziergang: Ein Ritual, das Generationen verbindet

von Arwed Kappel

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Der Sonntag in Österreich ist nicht zum Einkaufen oder Putzen da. Es ist Zeit für den Spaziergang. Früh am Morgen schlüpfen Familien in bequeme Schuhe, schnappen sich eine Thermoskanne Tee und machen sich auf den Weg in den Wald, den Park oder ans Flussufer. Es ist kein Sport, keine Pflicht – es ist ein Ritual, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

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Für ältere Menschen ist es eine Möglichkeit, gesund zu bleiben. Für Kinder ist es ein Abenteuer: Pilze suchen, Tierspuren entdecken, Dämme im Bach bauen. Für Eltern ist es eine seltene Gelegenheit, sich ohne Bildschirme und dringende Angelegenheiten auszutauschen. Ein Sonntagsspaziergang ist mehr als nur Bewegung, er ist gemeinsame Zeit.

Besonders beliebt sind die Wege rund um Wien – Wienerwald, Lobau und Kahlenberg. In Tirol gibt es die Wanderwege oberhalb von Innsbruck und in der Steiermark die Hügel um Graz. Aber selbst in einem kleinen Dorf gibt es immer „unseren Weg“ – jedem Einheimischen vertraut.

Im Winter verschwindet das Ritual nicht – es verändert sich. Ein Spaziergang durch einen verschneiten Wald, eine Pause in der Hütte auf einen Glühwein, Schlittenfahren mit den Kindern. Hauptsache, man kommt raus, atmet die frische Luft ein und spürt den Rhythmus der Natur.

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