Selbst mitten in Wien oder Graz sieht man Balkone, die mit Geranien, Tomaten und duftenden Kräutern geschmückt sind. Für Österreicher ist ein Balkongarten nicht nur Dekoration, sondern eine Erweiterung des Wohnraums. Er ist ein Ort, an dem man die Natur genießen kann, ohne die Stadt zu verlassen.
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Es fängt ganz bescheiden an: ein paar Kisten Erde, etwas Basilikum, Petersilie und Salatsamen. Doch mit der Zeit verwandelt sich der Balkon in einen kleinen Gemüsegarten. Im Sommer Kirschtomaten, Gurken und Paprika. Im Herbst Kürbis und Spinat. Im Winter Rosmarin und Thymian in Töpfen am Fenster.
Die wichtigste Regel: keine Pestizide. Wir bauen für den Eigenbedarf an und verwenden daher nur Bio-Produkte. Viele kompostieren ihre Küchenabfälle – dafür haben sie sogar spezielle Behälter in ihren Wohnungen.
Ein Balkongarten wirkt zudem therapeutisch. Nach einem Arbeitstag mit Gießen, Schneiden und Umpflanzen – das ist entspannender als jede Fernsehserie. Das ist Meditation in Aktion.
Vertikale Gärten sind besonders beliebt: Regale, Hängeampeln und Ranknetze. Sie sparen Platz und bringen maximale Erträge. Und abends ersetzt der Duft von Jasmin oder Lavendel die Abgase.