In Österreich ist fast jeder Mitglied in mindestens einem Verein – einem Verein mit gemeinsamen Interessen. Das kann eine Fußballmannschaft, ein Chor, ein Hundeverein, eine historische Reenactment-Gruppe oder sogar ein Oldtimer-Club sein. Vereine sind nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern das soziale Gefüge des Landes.
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Schon im Kindesalter werden Kinder in Jugendchor, Fußballverein oder Pfadfinder aufgenommen. Das sind keine bloßen „Kreise“, sondern vollwertige Gemeinschaften mit Satzung, Wahlen und Festen. Sie vermitteln nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Verantwortung – Verantwortung für eine gemeinsame Sache.
Für Erwachsene bieten Vereine die Möglichkeit, Gleichgesinnte außerhalb des Berufslebens zu finden. Dies ist besonders in kleineren Städten wichtig, wo die sozialen Kontakte begrenzt sind. In einem Verein kann man Freunde, einen Partner oder sogar eine zweite Familie finden.
Vereine finanzieren sich durch Mitgliedsbeiträge (in der Regel 20–50 Euro pro Jahr) und Zuschüsse der Gemeinde. Daher steht die Teilnahme allen offen. Um neue Mitglieder zu gewinnen, finden regelmäßig Gemeinschaftsveranstaltungen wie Konzerte, Jahrmärkte und Feste statt.
Diese Traditionen sind besonders in ländlichen Gebieten stark ausgeprägt: Trachtenverein, Musikkapelle und Feuerwehr. Letztere ist nicht nur eine Feuerwehr, sondern auch ein Zentrum des Gemeindelebens. Hier finden Fasching, Weihnachtsmarkt und Sommerfest statt.